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Brandschutz für James-Bond-Staumauer

Die Verzasca-Staumauer im Kanton Tessin ist dank eines berühmten Stunts in einem James- Bond-Film in aller Welt bekannt. Die Staumauer ist vordergründig nicht Filmkulisse, sondern in erster Linie ein wichtiger Energiespeicher für die Südschweiz. Um bei einem möglichen Brand der Betriebs-Transformatoren das Feuer schnell zu löschen, haben die Verantwortlichen eine Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage (HI-FOG) der Contrafeu AG einbauen lassen. Ein nicht alltäglicher Auftrag. Ihre Majestät, die englische Queen, wäre sicherlich hocherfreut. Dort, wo ihr allerliebster Geheimagent James Bond 1995 in der Anfangsszene des Films «Golden Eye» von der hohen Staumauer einen legendären Sprung in die Tiefe wagte und daraufhin die Welt vor allem Übel rettete, sind auch die Betreiber des dortigen Elektrizitätswerks auf Nummer sicher gegangen.
Erforderliche Erneuerung
Die Verzasca-Staumauer ist im Besitz der Verzasca SA, die zu einem Drittel der Stadt Locarno und zu zwei Dritteln dem Kanton Tessin gehört. Die Bogenstaumauer wurde 1965 fertiggestellt und zählt mit 220 m Höhe zu den höchsten ihrer Art. Das Wasserkraftwerk kann jährlich 220 Gigawatt-Stunden liefern und ist damit ein wichtiger Stromlieferant der Region.
Im September 2010 musste die Löschanlage der drei Transformatoren (kurz Trafo) unmittelbar neben der Staumauer ersetzt werden. Die drei Trafos wandeln die gewonnene Energie in diejenige Spannung um, die für den Transport im Stromnetz nötig ist. Durch die grossen Ölmengen in den Trafos sind diese äusserst brandgefährdet und benötigen einen besonderen Brandschutz. Die Verzasca SA wollte statt der bestehenden Sprühflutanlage ein neues System einbauen, da die bisherige Anlage als Löschmittel Wasser und als Treibmittel Stickstoff mit einer begrenzten Einsatzdauer verwendete.
Feiner Wassernebel
Es mag paradox klingen, aber trotz den riesigen Wassermassen hinter der Staumauer stehen für die Sprühflut-Löschanlage nur begrenzte Wassermengen zur Verfügung. Ursache dafür ist der Entscheid, die bestehende Wasserversorgung weiter zu verwenden. Deshalb wurde auf eine Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage von Contrafeu umgestellt. Die drei in der Kaverne vorhandenen Wasserbehälter wurden angepasst und weiterverwendet, wodurch Kosten eingespart werden konnten. Durch den Hochdruck-Wassernebel beträgt die Sprühdauer neu ca. 45 Minuten anstelle der 20 Sekunden der alten Löschanlage, dies bei gleichbleibender Wassermenge. Aus den drei vorhandenen 2000-Liter-Tanks unterhalb der Trafos wird mit einer Elektropumpe das Wasser mit hohem Druck über hochwertige Edelstahlrohrleitungen zu den speziellen HI-FOG-Sprühköpfen gepumpt. Dort wird es dann fein zerstäubt und über den Trafos verteilt. Die Einsatzzeit dieses Löschsystems beträgt 45 Minuten. Die gesamte technische Ansteuerung wird von Securiton gewährleistet, wodurch der Kunde nun über eine komplette Brandlösch-Lösung der SecuritasGruppe verfügt.
